„Von Äpfeln und Bienen“ – Sortenvielfalt und Insektensterben

20.08.2018

Nachdem wir uns am Biolandhof der Dozentin Hochgürtel getroffen hatten, ging es auf eine Exkursion zu ihrer Streuobstwiese. Auf dieser sind mehrere Dutzend verschiedene, alte, hochstämmige Apfelbaumsorten zu finden.

Bereits auf dem Weg dorthin gab es viel wissenswertes am Wegesrand zu lernen. So ging es an einem Birnbaum vorbei, der bis heute keiner bekannten Sorte zuzuordnen und gerade im Antragsverfahren auf Anerkennung zu einer neuen Sorte ist. Angekommen auf der Streuobstwiese ging es direkt hinein ins Thema.

Der diesjährige Sommer mit seinen sehr hohen Temperaturen hat mit Sonnenbrand auf vielen Äpfeln seine Spuren hinterlassen. Die Bäume trugen sehr viele Äpfel, welches mit dem Mastjahr zusammenhängt. In jedem zweiten Jahr tragen Obstbäume mehr Obst, um sich im darauffolgenden Jahr wieder zu erholen. Trotzdem die Bäume nicht gewässert wurden, waren die Äpfel normal entwickelt, was auch daran liegt, dass die alten Sorten, mit ihren langen Wurzeln, noch ausreichend Wasser tief aus der Erde gewinnen konnten. Damit machte der sehr heiße und trockene Sommer den Apfelbäumen weit weniger zu schaffen, als wir es erwartet hätten.

Nach Erläuterungen, wie man die verschiedenen Sorten identifizieren kann, zum Thema Veredelung und den Vorzügen und Nachteilen der einzelnen Sorten konnte der ein oder andere Apfel probiert werden. Ein großer Vorteil der alten Sorten ist, dass sie in sehr vielen Fällen gut von Allergikern vertragen werden.
Zurück auf dem Hof von Frau Hochgürtel konnten wir noch ein paar Apfelsäfte aus dem Vorjahr probieren, die aus den Äpfeln der Streuobstwiesen in Wachtberg gewonnen werden und teilweise eine Mischung aus mehreren Sorten oder auch sortenrein sind.

Es war ein sehr schöner und lehrreicher Exkurs mit viel Wissenswertem und Leckerem. Einen ganz Besonderen Dank an Dorothee Hochgürtel von "Streuobstbau Hochgürtel".