Stabwechsel bei der CDU-Wachtberg von Schmidt auf Jäger

22.01.2019

Europawahlen und Kommunalwahlen mit verjüngtem Team angehen

Mit dem Stabwechsel von Jörg Schmidt auf Franz Jäger als Vorsitzender der Wachtberger-CDU hat die Mitgliederversammlung der Partei den deutlichen Auftrag verbunden, nach den guten Ergebnissen bei der letzten Landtags- und Bundestagswahl auch die in der letzten Kommunalwahl verlorene Positionen wieder zurückzugewinnen. 56 der 67 stimmberechtigten Mitglieder sprachen dabei dem bisherigen Fraktionsvorsitzenden Franz Jäger als neuem CDU-Chef das Vertrauen aus.

Als seine Stellvertreter wurden Christian Stock, der auch Stellvertretender Bürgermeister in Wachtberg ist, und der Verwaltungsjurist Bernd Düsterdiek, als Referatsleiter im Städte- und Gemeindebund mit kommunalen Themen bestens vertraut, ebenfalls mit klaren Mehrheiten gewählt. Mit 62 Ja-Stimmen erzielte dabei Margarete Keller als Schatzmeisterin das beste Ergebnis. Andreas Netterscheidt wurde zum Geschäftsführer und Patrick Neumann, ein weiterer Kandidat aus den Reihen der Jungen Union, zum Mitgliederbeauftragten gewählt. Die Wachtberger CDU nutzte den Schritt auch, um bisher noch nicht im Vorstand engagierte  Mitglieder wie Dr. Doris Nadolski-Standke, Tobias Teichner und Heiko Heinen in die 11-köpfige Gruppe der Beisitzer zu berufen.  

Zunächst hatten die Mitglieder aber Jörg Schmidt, der seit vier Jahren die CDU in Wachtberg angeführt hatte und sich nun wegen beruflicher Herausforderungen auf seine Arbeit als finanzpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion konzentrieren möchte, und seinem Team ausdrücklich für das gezeigte Engagement gedankt. Diesen Dank verstärkten die Abgeordneten aus Bund und Land, Norbert Röttgen und Oliver Krauß, die sich bei den letzten Wahlen auf Spitzenergebnisse aus Wachtberg stützen konnten, mit warmen Worten. Schmidt hatte in seiner Bilanz neben diesen Erfolgen auch auf die zahlreichen bürgernahe Veranstaltungen auf Straßen und Plätzen hingewiesen. Dazu gehörten auch Lesungen und Diskussion mit überregional bekannten Unionspolitikern wie Wolfgang Bosbach und der Jungunternehmerin Diana Kinnert. Zu den vielen Schnittmengen zwischen Schmidt und Jäger gehört die Betonung des Stellenwerts des unmittelbaren Kontakts zu den Menschen: „Wir müssen zu ihnen gehen, mit ihnen über ihre und unsere Vorstellungen sprechen, wie sich Wachtberg und wie sich Deutschland und Europa weiterentwickeln sollen“. 

Der neue CDU-Vorsitzende schloss eine eigene Kandidatur für das Wachtberger Bürgermeisteramt unmissverständlich aus, wird aber den Findungsprozess intensiv begleiten. Er bezeichnete bei seinen Ausführungen zu den aktuellen kommunalen Aufgaben und Themen die Wahl des Beigeordneten Swen Christian als einen guten Griff für die Gemeinde und sprach die anstehenden Beratungen des immer noch nicht vorgelegten Haushalts als schwierig an. Er zeigte sich im Übrigen davon überzeugt, dass die Wachtberger CDU mit ihren derzeit 231 Mitgliedern einen motivierten Beitrag zur bevorstehenden Europawahl liefern werde. Wenn eine Wahlentscheidung den Begriff „historisch“ verdiene, so der Unions-Außenpolitiker Norbert Röttgen dazu in einem kurzen Statement, dann sei es angesichts mancher europäischer Fehlentwicklungen und auch deutscher Versäumnisse diese Wahl, in der es auch um die Bestätigung der Aussöhnung nach einem verheerenden Krieg und die Gewinnung der Zukunft eines offenen, selbstbewussten Europas gehe.

Am Rande der Mitgliederversammlung wurde von Jäger zudem erklärt, die jetzt notwendige Neuwahl der Fraktionsspitze werde bei der nächsten regulären Sitzung des Gremiums erfolgen. Nominiert sei sein bisheriger Stellvertreter in der Fraktion, Hartmut Beckschäfer.