Verbrechen des DDR-Regimes dürfen nicht in Vergessenheit geraten!

13.08.2011

Gedenkveranstaltung der Jungen Union „50 Jahre nach dem Mauerbau“

Aus Anlass des 50. Jahrestages des Mauerbaus am 13. August 1961 veranstaltete die Junge Union (JU) Rhein-Sieg gemeinsam mit der JU Nordrhein-Westfalen eine Gedenkveranstaltung in Bonn. Zwei Zeitzeugen berichteten in bewegenden Vorträgen über ihre Erlebnisse und begleiteten die Jungpolitiker im Anschluss in einer stillen Gedenkprozession auf den Münsterplatz. Mit dabei waren auch mehrere Mitglieder der Wachtberger-JU.

Sven Volmering, Landesvorsitzender der JU, eröffnete die Veranstaltung und unterstrich, wie wichtig auch heute noch die kritische Auseinandersetzung mit den Verbrechen der DDR-Diktatur ist. Unter der Moderation von Jonathan Grunwald, Vorsitzender der JU Rhein-Sieg, berichteten die beiden Zeitzeugen Dr. Dietrich Koch und Fred S. Oldenburg in zwei lebhaften Vorträgen über ihre Erfahrungen. Dr. Koch wurde zwischen 1970-1972 wegen staatsfeindlicher Verbindungsaufnahme, staatsfeindlicher Gruppenbildung, staatsfeindlichem Menschenhandel sowie staatsfeindlicher Hetze verhaftet, verurteilt und inhaftiert. Im Anschluss daran wurde er in das psychiatrische Haftkrankenhaus Waldheim überwiesen, bis er nach acht Monaten von der Bundesrepublik freigekauft wurde. Herr Oldenburg floh 1959 aus der DDR und arbeite fortan für den Rundfunk im amerikanischen Sektor (RIAS). Beide Herren standen im Anschluss an ihre Ausführungen für eine Diskussion mit den Anwesenden zur Verfügung und beantworteten die zahlreichen Fragen, die durch ihre Berichte aufgekommen waren.

„Was uns Herr Dr. Koch und Herr Oldenburg über die menschenverachtenden Praktiken der DDR berichtet haben, macht einen tief betroffen“, sagt Fred eric Te wes, stellvertretender Vorsitzender der JU Rhein-Sieg und Leiter des Arbeitskreises Zukunft, Tradition und Werte und ergänzt: „Zeitzeugenberichte helfen uns die Verbrechen des DDR-Regimes an seinen eigenen Bürgern nicht zu vergessen und auch auf aktuelle Missstände hinzuweisen. Dies ist auch besonders wichtig im Hinblick auf die SED-Nachfolgepartei Die Linke und deren Umgang mit ihrer Vergangenheit."

Abschließend freut sich Grunwald über die gute Resonanz der Veranstaltung: „Die Aufmerksamkeit, die auch nicht zuletzt die stille Gedenkprozession zum Münsterplatz und die dortige Mahnwache hervorgerufen hat, ist eine erfreuliche Bestätigung unserer bildungspolitischen Arbeit. Weitere öffentliche Zeitzeugengespräche werden deshalb folgen.“

(Verantwortlich: Junge Union Rhein-Sieg)

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